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neue CD "trondheym" erhältlich im NRW Vertrieb
>weitere CD/LP/DVD-NEUHEITEN 2006
Live in 2007
in Arbeit
Live 2007 (absolviert)
12.1. Berlin, Antje Oeklesund
22.2. Leverkusen, Topos
23.2. Dinslaken, Bistro Mittelpunkt
Live 2006 (absolviert)
11.1. Dessau Beat Club
12.1. Weimar Mon Ami
15.1. Ilmenau BC Club
27.1. Berlin Z. Randlage
11.5. Gera
20.5. Berlin Dussmann
26.5. Rostock Jazzbühne
02.6. Düsseldorf Jazzm.
07.7. Berlin Trompete
16.09. Rostock
04.10. Aachen
05.10. Essen
15.10. Offenburg
18.10. Dresden
20.10. Altenburg
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Trondheym (D)
Atmosphärische Clubsounds aus Berlin
CD "Trondheym" (NRW Records)
Kontakt: Jürgen Czisch | info@mv-nrw.de
Nikolaus Neuser trumpet, electronics, programming | Gerhard Schmitt guitar, electronics, programming
Info-Text | Trondheym ist der beste Beweis dafür, dass Musik-Maschinen leben. Der Trompeter Nikolaus Neuser und der Gitarrist Gerhard Schmitt, also Trondheym, machen gemeinsam mit einem unmenschlich organischen Haufen analoger und digitaler Effektgeräte, direkten Laptop-Programmings und perfekt geschnürten Loop-Paketen die instrumentalste Zukunftsmusik. Das klingt gleich durch, macht sofort und unmittelbar Spaß und Sinn. Auch der Prince of Darkness und der aus Minneapolis hätten ihre helle Freude an der knapp 70-minütigen Klangreise dieses Debütalbums. Fast pausenlos und immer spannungsgeladen treffen Melodien und Klangfetzen der beiden Solisten auf einfach heftige Rhythmusgebilde von zartem Tropfen zu heftigem Klopfen, von Headz über Kopfnicker zu Tanzfußbewegern, von funky Breaks zu langsamem LoFi, voller Percussion- tupfer, hymnischer Soli und Drum¹n¹ Bass-Bretter. Die Titel sind wie Wegweiser, und tatsächlich klingt die Trompete bei “Dolphin" wie ein solcher, wirkt “Rush"wie ein Energieschub und “Rain" wie ein schöner Schauer. Die beiden Männer und ihre Maschinen beleben Kopf und Körper, die eigenen und vor allem beim Hörer. Alle möglichen und unmöglichen Geräusche werden zu Gedanken, Gefühlen und Gehirnfilmen. Der Trip von Trondheym trifft intuitiv und punktgenau.
“Trondheym ist die Essenz der Sachen, auf die wir musikalisch stehen", erklärt Nikolaus Neuser. “Auf der einen Seite ist da Pop, die Kunst mit drei Akkorden ein richtig schönes Stück Musik zu machen, auf der anderen Seite Jazz und die Freiheit der Improvisation." Die beiden Musiker haben reichlich Stoff für ein essentielles Destillat aus Popwelt und Jazzkosmos gesammelt. Gerhard Schmitt, Jahrgang 1971, hat bei Peter O¹Mara am Bruckner Konservatorium in Linz studiert, ein Scholarship des “Berklee College of Music" bekommen und war seitdem u.a. mit Arto Lindsay, Gary Barone, der Rare Groove-Band “King Sweat" und als Gitarrist der Blue Man Group zu hören. Der ein Jahr jüngere Nikolaus Neuser hat bei Uli Beckerhoff an der Folkwang Hochschule studiert und war mit so unterschiedlichen Ikonen wie Seeed und John Taylor, Didi Hallervorden oder Sandra Weckert, der Jonas Schoen Big Band oder Benny Bailey auf der Bühne und im Studio. (Ach ja, und diesen Sommer war er Gastprofessor in Bogota.) Als sich die beiden umtriebigen Musikmacher vor ein paar Jahren in Berlin bei einer Jazzsession begegneten, wurde daraus bald schon Trondheym. “Der Bandname sollte auf Deutsch und auf Englisch funktionieren" erzählt Gerhard Schmitt. “So kamen wir auf Trondheym, weil es auch einfach ein schönes Wort ist. Dass man den Namen jetzt mit einigen der norwegischen Kollegen assoziiert, war nicht beabsichtigt. Aber es stört natürlich auch nicht." Da die Band an sich, dieses computersteuernde Duo, aus dem vielen Live-Spielen der letzten Jahre entstanden ist, war sofort klar, wie das Album klingen muss. “Es sollte elektronisch sein, aber mit den live gespielten Instrumenten, die menschliche Ungenauigkeit und digitale Perfektion zusammenbringen. Und auf keinen Fall sollte es “musician¹s music" sein", lacht “Schmittke", der nämlich genau das schon einmal unter diesem Alias gemacht hat. “Wenn mir jemand erzählt, dass er die CD gut im Auto hören kann, fasse ich das als Kompliment auf." Auf der Bühne schaltet Trondheym noch den einen oder anderen Gang hoch. (Oder runter, ganz stimmungsbarometrisch.) Außerdem kommen natürlich oft Video-Liveprojektionen von Macabo alias Sven Schömenauer (der auch die CD designt hat) illustrierend dazu. Sogar die Solopassagen auf der CD reflektieren das Konzerterlebnis, weil Trondheym zwar mit etlichen Effektpedalen, aber nur mit einem Rechner auf die Bühne geht. “Es spielt immer einer, während der andere den Rechner bedient", sagt Nikolaus Neuser. “Dabei gehen wir immer auf die Umgebung und das Publikum ein. Schließlich arbeiten wir mit Modulen und haben so auch in Sachen Beats keine festgelegten Abläufe. Die Live-Loops entstehen natürlich ohnehin im Moment."
Wie gut das klingt und fließt hört man jetzt auch auf der ersten CD der Band. Von “Night", das schon zwischen Boozoo Bajou oder Tosca auf einer Sony-Compilation brillierte, über Kopfnicker wie “Wired" bis zum langsam von digitalem Blubbern zu einem funky Gitarrenriff morphenden “Sunday" wird ein grandioser (Ent-) Spannungsbogen aufgebaut. Wenn Trondheym Ende Dezember von der “kleinen Asientour durch Thailand, Vietnam und China" zurück sind, tritt die riesig klingende Kleinstband garantiert auch mal wieder in heimischen Gefilden auf. Wer leibhaftige Musik und lebendige Maschinen liebt, wird Trondheym hochleben lassen.
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