Aidan Bartley (IRL)

Singer-Songwriter

CD "Vaudeville" (AO-NRW | NRW 3020)
Aidan Bartley vocals, guitars, piano, bass, Snorre Schwarz drums, Berit Jung double bass, Lisa Weiß violin, Tim Erik Winzer viola, Karen Weber Cello, Julia Bartley piano (closing), Tobias Vethake lap steel, harmonica, cello, Florian Grupp harmonium, Sarah Asling backing vocals, Peter Hofmann banjo, Wilf Moss backing vocals

Info | Vaudeville war eine besondere Art des Variete- Theaters im frühen 20sten Jahrhundert, das große Popularität in den USA und Großbritannien fand. Den Künstlern - ob Sänger, Tänzer, Geschichtenerzähler oder Akrobaten - wurden jeweils nur wenige Minuten gegeben, um die Gunst des Publikums zu gewinnen. Daran anlehnend gibt Aidan Bartley jedem seiner 14 Stücke nur einige wenige Minuten, um seine Geschichte zu erzählen: wir treffen einen rätselnden Mann, dessen Frau verschwindet, während er über seinem Kreuzworträtsel sitzt; wir begegnen einer Frau, die ihre Persönlichkeit verändert und wechselt, wie die Kleider aus ihrem Schrank; und wir entdecken einen Schlaflosen, der die nächtlichen Geräusche aufnimmt und auf die Stille kurz vor Sonnen- aufgang wartet. Geschichten von Aidan Bartley, der von Hot Press (Irlands führendem Musikmagazin) als ein „wundervoller Erzähler und eines der best gehüteten Geheimnisse des Landes bezeichnet wurde“.
Mit seinen Wurzeln in Belfast, einer Kindheit in Nordengland und seinem Zuhause heute in Berlin, fühlt sich Bartley „überall halb aber nirgendwo ganz zu Hause“. So ist er von dem geraden und engen Pfad des Theologiestudiums auf die Straßen, Stradas und Calles Europas gewechselt. In der letzten Dekade hat er diese Straßenmusik eingetauscht gegen Klub-, Festival- und Theaterauftritte, wo er zusammen mit Billy Bragg, Tindersticks, Robyn Hitchcock und Vic Chestnutt auftrat. Nach Konzerten in Großbritannien, Irland, Spanien, Deutschland, Holland, Skandinavien und den USA folgte im Dezember 2005 eine erste Australien-Tournee.
In Vaudeville vereint sich Bartleys scharfe Beobachtungsgabe mit seiner farbreichen Instrumentalisierung, die vom Minimalistischen zum Majestätischem reicht. Das Fundament durch Gitarre und Klavier wird durch Glockenspiel, Harmonium, Perkussion, Streicher- quartett oder Drehorgel erweitert. Das Ergebnis ist ein persönliches Songwriting, das sich geschickt zwischen klassischer Gelassenheit, Lo-Fi Balladry und filmischer Pracht bewegt. “Die Wärme und Fülle Bartleys Musik“ ist laut eines Kritikers „am Besten beschrieben mit der Vorstellung von Leonard Cohen begleitet von Michael Nyman am Klavier und John Convertino (Calexico) am Schlagzeug“.
Wen wundert es da, dass die atmosphärische Musik Bartleys in internationalen Filmen und Radio-Produktionen Verwendung findet. Darüber hinaus wurde Bartley als Komponist von Theatern, Tanz- und Akrobatik-Kompanien engagiert. Ein wahrer Vaudeville Künstler.